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Hallo
Liebe Tagesmütter/ -väter, liebe Eltern, liebe interessierte
Leser,
ich
hoffe doch sehr, dass Sie alle gesund und munter ins neue Jahr
gerutscht sind! Zunächst einmal möchte ich mich im Namen aller
Wigwams ganz herzlich bedanken für die vielen guten Wünsche für's
neue Jahr und das viele Lob für unsere Arbeit - ging runter wie
Öl :-). Kritik und Anregungen gabs natürlich auch! Die
Info-Briefe sollen etwas kürzer werden; aber nicht weniger
informativ; ich werde mich bemühen.
Kritik
/ Anregungen
Einige
Eltern regten an, dass die Internet-Seite erweitert werden sollte
um eine Art Basar-Seite; so nach dem Motto
"Verkaufe...suche...Kinderwagen". Ehrliche Meinung aller
Wigwams: Das möchten wir nicht; wir finden, davon gibt es
reichlich im Internet und es paßt nicht zu unserem Anliegen. Eine
allgemeine "Link-Liste", wie auch vorgeschlagen wurde,
haben wir aus guten Grund nicht vorgesehen. Wir tragen bei
Link-Tips eine gewisse Mitverantwortung für die Inhalte der
Seiten. Von daher prüfen und überlegen wir sehr gut, welche
Links wir im einzelnen empfehlen. Wir finden es genügt, hin und
wieder von besonderen Seiten ausführlicher zu berichten, statt
eine Massenliste zu erstellen, nur damit eine da ist.
Kritikpunkt:
die fehlende Tagesmutter-Seite. Die ist definitiv in Arbeit und
wird Anfang 2002 hochgeladen. Was es nicht geben wird, ist ein
"trockenes unpersönliches Formular" zum ausfüllen
und mailen für interessierte Tagesmütter. Das würde nur den
Verwaltungsaufwand, nicht aber die Zahl der qualitativ guten
Tagesplätze erhöhen. Wir möchten vielmehr eine anregende Seite
erstellen, die Frauen dazu bringen könnte, sich für das
Tagesmutter-Dasein zu interessieren; es wird dann ein Kontaktfeld
geben, "Mit der Bitte um Terminabsprache".
Kritikpunkt:
unübersichtliche Gebietsabgrenzungen der einzelnen
Wigwam-Filialen. Dies wird ebenso geändert; wir werden die umständliche
Aufzählung von Orten durch eine "Landkarte" ersetzen.
Dann können auch die Tagesmütter und Mütter aus kleineren
Ortschaften besser ersehen, "wo sie hingehören".
Wer
ist eigentlich verantwortlich für die reibungslose Ausgestaltung
und Pflege unserer Seiten? Seit September 2001 hat Herr
Torsten Saßmannshausen aus Bad Kreuznach diese wichtige Aufgabe
übernommen; seitdem hat sich ungeheuer viel getan. Dafür möchten
wir uns bedanken.
Radiosendung
auf SWR 1 / Nachlese
Die
Sendung ist sehr erfolgreich verlaufen. Ein ungeheurer
Telefonansturm während der Ausstrahlung des Beitrages war die
Folge. Wir möchten uns nochmal herzlich bei Frau Schütze-Kurth
aus Saulheim bedanken, die den Beitrag erstellt hat und natürlich
bei unseren mitwirkenden Müttern: Frau Stelzig aus
Mainz-Weissenau und Frau Herold aus Mainz-Laubenheim.
Fotosammlung
Wir
bitten alle Tagesmütter ein Foto von sich an ihr
Wigwam-Büro zu senden (falls noch nicht geschehen). Wir möchten
gerne eine Sammlung unserer betreuenden Familien erstellen. Diese
Sammlung wird nirgendwo veröffentlicht und ist nur für unsere Büros
gedacht; es darf auch gerne die ganze Familie abgebildet sein.
Wenn unsere Tagesfamilien es gestatten, dann würden wir natürlich
in unserem Büro den Müttern ihre neue potentielle Tagesmutter
schon mal anhand eines Fotos vorstellen.
Was
gibts Neues bei Wigwam
Eine
Entscheidung für mehr Solidarität unter unseren Variante
2-Eltern haben wir in unserer letzten Wigwam-Sitzung getroffen.
Diese Entscheidung betrifft ausschließlich die neuen Eltern, die
mit Eintrittsdatum ab Januar 2002 zu uns gestoßen sind.
Die Kritik geht von unseren alleinerziehenden Eltern aus. Sie
finden es ungerecht, dass z.B. ein doppelverdienendes
Zahnarztehepaar die gleiche Jahrespauschale in Variante 2
entrichtet, wie eine alleinerziehende Verkäuferin. Wir stimmen
dem zu und haben demzufolge unsere Beiträge angeglichen;
Alleinerziehende zahlen nun weniger - Doppelverdiener müssen den
Ausgleich tragen, um das System am laufen zu halten. Die Eltern,
die bislang davon betroffen sind, haben durchweg positiv auf den
Ausgleich reagiert. Dieser Vorschlag kommt auch grundsätzlich
unserem Grundgedanken, für alle Betreuungssuchenden offen zu
bleiben, entgegen.
Grenzen
der Tagespflege / kranke Tageskinder
In
den letzten beiden Monaten häufen sich Beschwerden von Tagesmüttern
zu diesem Thema. Die Kritik richtet sich an Mütter, die auch bei
einem schwer fiebrigen oder ansteckenden Kind nicht bereit sind,
zu Hause zu bleiben. Wir bitten hier um mehr Rücksicht auf die
Familie der Tagesmutter, die hier vor eine schwere Entscheidung
gestellt wird. Es ist auch den Müttern anderer Tageskinder,
die aus diesem Grunde ihre Kinder zu Hause lassen müssen, kaum
zuzumuten, diese Handlungsweise zu verstehen. Es gibt Grenzen in
der Tagespflege und die sind bei einer infektiösen Krankheit
nunmal überschritten. Hier ist die betroffene Mutter gefordert,
mit Ihrem Arbeitgeber ein Grundsatzgespräch zu führen und ihre
Rechte wahrzunehmen; eine Tagesmutter kann nicht jedes erdenkliche
Problem auffangen. Zuletzt hatten wir sogar eine Tagesmutter, die
anstelle der Mutter die Krankenhausbesuche der Mutter bei deren
Kind komplett übernommen hat, weil die Mutter fürchtete
ihren Arbeitsplatz zu verlieren, wenn Sie an das Bett ihres Kindes
eilt.
Haftpflicht
/ Definition Aufsichtspflicht
Unsere
Tagesmütter und Mütter sind zwar ausreichend über die
Haftpflichtversicherung und deren Notwendigkeit aufgeklärt.
Offensichtlich herrscht aber völlige Unsicherheit auf Seiten der
Mütter und Tagesmütter darüber, wann die Aufsichtspflicht, von
der vieles abhängt, in der Tat verletzt wurde. Grundsätzlich
gilt: Wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde und ein
Schaden eingetreten ist, können zivil-, straf- und
arbeitsrechtliche Konsequenzen folgen. Bei einer
Aufsichtspflichtverletzung müssen die entstandenen Personen-,
Sach- oder Vermögensschäden wieder gutgemacht werden.
Wichtig:
die Privathaftpflicht der Eltern des Kindes setzt mit
Betreuungsbeginn im Haushalt der Tagesmutter aus! Das Tageskind
wird dem eigenen Kind der Tagesmutter gleichgestellt; für Schäden,
die das Kind im Haushalt der Tagesmutter anrichtet, erhält diese
also keine finanzielle Entschädigung. Eine Absicherung bezüglich
der Aufsichtspflicht ist daher dringend erforderlich. Man kann
hierzu seine persönliche Haftpflicht erweitern. Dies geht nicht
bei allen Versicherungen; auch die Anzahl der Tageskinder ist in
der Regel begrenzt.
Wie
wird nun im Schadensfall entschieden?
Die Versicherung prüft im Schadensfall, ob die Tagesmutter ihre
Aufsichtspflicht verletzt hat. Hier ist es wichtig, dass man bei
der Meldung die Abläufe richtig schildert (wichtig auch: die Persönlichkeit
des Tageskindes und der daraus resultierende Umgang mit ihm).
Wurde die Aufsichtspflicht verletzt, übernimmt die
Berufshaftpflichtversicherung die Regulierung. Stellt sich
hingegen heraus, dass der Schaden auch bei einer "gehörigen
Aufsichtsführung" entstanden wäre, bzw. die Tagesmutter der
Aufsichtspflicht genügt hat, kommen die Geschädigten für ihren
Schaden selbst auf.
Inhalt
und Umfang der Aufsichtspflicht:
Die Tagesmutter ist dazu verpflichtet, die Kinder so zu
beaufsichtigen, dass sie keinen Schaden erleiden, sie anderen
Personen keinen Schaden zufügen und Sachen nicht beschädigen.
Die Aufsichtspflicht besteht zum einen zum Schutz der
Allgemeinheit und zum Schutz des Kindes selbst. Die gesetzlichen
Bestimmungen regeln zwar, wer die Aufsichtspflicht hat und welche
Konsequenzen bei einer Verletzung dieser folgen. Zum Inhalt und
Umfang konkret wurden jedoch keine Maßstäbe
festgelegt. Die Vielzahl der möglichen Konstellationen und
Vorkommnissen im Einzelfall machen eine solche Festlegung wohl unmöglich.
Eine grobe Richtschnur kann man nur erkennen, wenn man sich
einzelne Gerichtsurteile anschaut. Diese richten sich im
allgemeinen danach, ob Eltern bzw. Tagesmütter ihrer Pflicht genügt
haben und ZITAT "ob sie zur Verhinderung der Schädigung
Dritter oder des Kindes das getan haben, was von verständigen
Aufsichtspflichtigen in ihrer Lage und nach den Umständen des
Einzelfalles vernünftiger- und billigerweise verlangt werden
konnte". Eine Überwachung auf Schritt und Tritt ist den
Eltern und Tagesmüttern gar nicht möglich und deshalb
unzumutbar.
Häufiger
Abbruchgrund eines Tagesmutter-Verhältnisses / Eifersucht
Kinder von Tagesmüttern haben es
nicht immer leicht - ständige Konkurrenz ist täglich im
Anmarsch! Anlaß einmal alle Seiten aller Beteiligten zu
betrachten. Da ist einmal die Tagesmutter, die ihrer Aufgabe so
gut sie kann nachkommen will; dann ist da das Tageskind, dass
emotional durchaus sehr bedürftig ist, da die Eltern arbeiten
gehen, oder ein Elternteil ohnehin ganz fehlt. Dem gegenüber
steht das eigene Kind(er) der Tagesmutter, das täglich mit den
Folgeeinschränkungen zu kämpfen hat.
Wenn nun Eifersucht auftritt, kommt es
wie immer auf die Stärke und den gegebenen Anlaß an. Das eigene
Verhalten als Tagesmutter zu prüfen, sollte dabei am Anfang
stehen. Es gibt durchaus Tagesmütter, die ihre gesamte
Familiensituation durch die Hinzunahme
an Tageskindern unnötig belasten; hier helfen auch keine
guten Tips mehr; hier muss einfach gehandelt und die Zahl der
Tageskinder eingeschränkt werden;
insbesondere dann, wenn das eigene Kind aggressive
Verhaltensweisen an den Tag legt. Man könnte auch mal
nachschauen, wie der Ablauf des Tages sich insgesamt
gestaltet. Mit
Kindern unterschiedlicher Altersklassen
z.B. sollte man überlegen, ob die freien Zeiten für alle
Kinder gleich gut genutzt
werden. Gerade bei der Betreuung von Kleinkindern kann man
die Zeit von deren Mittagsschlaf sinnvoll für die individuelle
Beschäftigung der älteren Kinder gut nutzen. Fragen
Sie sich mal ehrlich, wieviele beliebte Gewohnheiten,
die sie früher mit ihrem Kind alleine pflegten, sind
mit Eintritt der Tageskinder komplett weggefallen? Wieviele
davon können Sie realistisch eingeschätzt erhalten oder sinnvoll
ersetzen. Das altersgerechte Einbeziehen aller Kinder in
unausweichliche Hausarbeiten wäre eine Idee für Tagesmütter,
die selten die Gelegenheit haben, mit allen Kindern auf den
Spielplatz zu gehen. Geben Sie ihren älteren Kindern vielleicht
eine stolzmachende Aufgabe innerhalb der neuen Tagespflege.
Nehmen
Sie aber auch Rücksicht auf die persönlichen Bereiche ihres
Kindes. Die eigenen Kinder sollen durchaus "gewisse
Vorrechte" genießen. Dazu gehört das eigene Zimmer, indem
sie über ihr Eigentum auch bestimmen können. Tageskinder können
durchaus auch mal im Wohnzimmer spielen. Tageskinder sollten
kein "besseres" Spielzeug mit in die Familie bringen,
oder neue Sitten einführen (mehr Fernsehen dürfen als die
eigenen). Besonders zu erwähnen ist auch das Verhalten bei
Tische; machen Sie keine Ausnahmen für ihre Besucherkinder
(Ausnahme kranke Kinder).Größere eigene Kinder sollten auch
durchaus ein Mitspracherecht erhalten, ob überhaupt ein neues
Tageskind in die Familie aufgenommen werden soll.
Rechnen
Sie als Tagesmutter damit, dass ihr eigenes Kind gerade in der
Anfangsphase schmusebdürftiger wird. Nehmen Sie es deutlich öfter
in den Arm, hören sie ihm aufmerksam zu, wenn es über Probleme
mit den Tageskindern berichtet. Machen Sie Spiele mit allen
Kindern, die das ohnehin schon vorhandene Konkurrenzverhalten
nicht noch fördern. Planen Sie durchaus am Wochenende oder am
Abend "exclusive" Betreuung für ihr eigenes Kind
ein. Sprechen Sie auch regelmäßig mit ihren älteren eigenen
Kindern die Situation durch; geben Sie ihnen das Gefühl, der
Zusatzbetreuung anderer Kinder nicht "hilflos"
ausgeliefert zu sein.
Wenn
Sie z.Zt. in einer solchen Situation sind, dann rufen Sie ruhig
mal an.
Soviel
von meiner Seite zum Jahresbeginn. Wir freuen uns auf ein
gemeinsames neues Jahr mit unseren Tagesmüttern und Müttern
aller Wigwam`s....und wer weiß, vielleicht gesellt sich dieses
Jahr Wigwam Nr. 4 zu uns......schauen wir mal....
Es grüßt
in alter Frische
Susanne
Rowley
Kinderbetreuungsbörse
Wigwam 1994
(Hauptstelle)
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